Mein Tibber Erfahrungsbericht: Die smarte Art, beim Strom zu sparen
Strom ist in den letzten Jahren teuer geworden. Das Potenzial zur Reduzierung des Verbrauchs ist begrenzt, sodass die Kosten in den meisten Haushalten deutlich gestiegen sind. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, die Ausgaben spürbar zu senken und nebenbei einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Tibber ist ein Stromanbieter, der seinen Kunden dynamische Preise anbietet. Durch eine geschickte Planung des Verbrauchs sinken die Kosten. In diesem Beitrag teile ich meine Tibber Erfahrungen.
Wer ist Tibber?
Bei Tibber handelt es sich um ein norwegisches Start-up, das den Strommarkt seit 2016 revolutioniert. Etwas später expandierte das Unternehmen nach Schweden, inzwischen bietet es seine Leistungen auch in Deutschland an. Positiv wirkt sich auf die Tibber Bewertung aus, dass der Anbieter ausschließlich auf erneuerbare Energie setzt. Hinzu kommt ein innovatives System, mit dem die Kunden ihren Stromverbrauch selbst steuern können. Ich mache mit Tibber die Erfahrung, dass sich die Kosten spürbar senken lassen.
Die Funktionsweise von Tibber
Die Grundlage für das Geschäftsmodell bildet das „Gesetz zur Öffnung des Messwesens bei Strom und Gas für den Wettbewerb“. Dadurch werden seit 2010 in Neubauten digitale Zähler einer neuen Generation eingebaut. Sie ermöglichen die Erfassung des Verbrauchs auch jene der tatsächlichen Nutzungszeit. Da Strompreise je nach der Tageszeit schwanken, stellt dies eine zu begrüßende Innovation dar.. Die Idee hinter dem Konzept von Tibber ist, dass der Verbraucher seinen Verbrauch auf den kostengünstigen Zeitraum konzentriert. Der Anbieter berechnet für seine Dienstleistung nur eine Grundgebühr von 5,99 Euro. Für den Verbrauch bezahlt der Kunde den an der Strombörse ermittelten Großhandelspreis. Der Verbraucher zahlt also keinen festen, sondern einen dynamischen Preis. Hinzu kommen die staatlichen Abgaben.
Zum Vertrag mit Tibber gehört eine App, die bei der Verbrauchsplanung im Haushalt hilft. Sie zeigt in Echtzeit an, wie sich der Strompreis in den kommenden 24 Stunden entwickelt. Dies ermöglicht dem Verbraucher, Stromfresser dann einzuschalten, wenn die Kosten besonders niedrig sind. Ich habe mit Tibber gute Erfahrungen mit meinem Elektroauto gemacht. Indem ich es in der kostengünstigen Zeit lade, spare ich viel Geld.
Zwei Tarife
Die Abrechnung des Stromverbrauchs erfolgt über zwei Optionen:
Monatlicher dynamischer Tarif
Diese Variante ist für alle Verbraucher verfügbar, unabhängig von der Art ihres Stromzählers. Für die Berechnung des Strompreises legt Tibber den ermittelten monatlichen Verbrauch und eine geschätzte Verbrauchskurve anhand des deutschen Standardlastprofils übereinander. Aus diesen Daten ergibt sich ein Mittelwert. Die Berechnungsgrundlage für den zu zahlenden Preis sind die Verbrauchsdaten, die der Kunde jeweils am Ersten eines Monats in die Tibber-App einträgt. Durch die Daten lässt sich der genutzte Strom zum durchschnittlichen Börsenpreis abrechnen.
Stündlicher dynamischer Tarif
Um den Stromverbrauch zu optimieren, eignet sich dieses Modell besser. Die Berechnung basiert auf dem stundenaktuellen Börsenpreis. Meine Tibber Erfahrungen zeigen, dass Verbraucher auf diese Weise sofort von fallenden Kursen an der Börse profitieren. Unabhängig davon lässt sich der Preis weiter senken. Dazu muss der Stromverbrauch genau auf jene Zeitfenster gelenkt werden, in denen die Energie besonders günstig ist. Die stundengenaue Abrechnung erfordert aktuelle Verbrauchsdaten, die intelligente Messsysteme wie Smart Meter oder digitale Zähler in Verbindung mit dem Tibber Pulse liefern.
Smart Meter
Diese Zähler verfügen nicht nur über eine digitale Anzeige. Sie messen in Echtzeit den Stromverbrauch, was im Vergleich zu analogen Geräten eine genauere Abrechnung ermöglicht. Das Smart Meter besitzt zusätzlich eine spezielle Kommunikationseinheit, ohne die der stündliche dynamische Tarif normalerweise nicht nutzbar ist (so bei den Tibber Alternativen). Schade, denn die meisten Personen in Deutschland besitzen noch keinen Smart Meter. Genau deswegen hat Tibber für einfache digitale Stromzähler den Tibber den Pulse entwickelt, dem ich eine sehr gute Bewertung bescheinige.
Der Tibber Pulse
Der Strom-Tracker ermittelt den Stromverbrauch in Echtzeit und visualisiert ihn in der App. Für die Nutzung muss das Haus mit digitalen Zählern ausgestattet sein. Auf analoge Geräte kann Pulse nicht zugreifen. Das Auslesen der Daten erfolgt über eine Infrarot-Schnittstelle. Meine Tibber Erfahrung zeigt, dass die Installation des Pulse auch für Laien handhabbar ist.
Das Gerät besteht aus zwei Teilen. An den Stromzähler gehört die größere, batteriebetriebene Komponente. Sie liest den Stromverbrauch aus und sendet die Daten an die Bridge. Dieses zweite Teil sieht wie ein Eurostecker aus und wird in eine beliebige Steckdose gesteckt. Die Bridge sendet die Daten an einen Server, der dem Nutzer dann in Echtzeit den Verbrauch zur Verfügung stellt. Zum Senden benötigt das Gerät einen Zugang zu WLAN und eine PIN. Diese stellt der Messstellenbetreiber zur Verfügung. Das zuständige Unternehmen steht auf der Stromrechnung.
Durch ein Lichtsignal am Sensor des Stromzählers erfolgt die Eingabe der PIN. Ich habe beim Tibber die Erfahrung gemacht, dass etwas Geduld erforderlich ist. Nach einigen Versuchen war jedoch alles installiert und ich war bereit, meine Stromkosten zu reduzieren.
Rechts sehen wir den Tibber Pulse an meinem Stromzähler und die Bridge in einer Steckdose im Keller. Obwohl im Keller grundsätzlich nicht so guter WLAN Empfang ist ist die Verbindung ziemlich stabil, da die Steckdose im Flur direkt an der Treppe installiert ist. Die Verbindung vom Pulse zur Bridge sind ca. 4 Meter.
Modernes Verbrauchsmanagement
Mit dem Tibber Pulse ermitteln die Kunden nicht nur den genauen Stromverbrauch zum aktuellen Zeitpunkt. Über die App erhält der Verbraucher ferner einen Aufschluss über den Konsum einzelner Geräte. Zudem verfügt das System über eine Smart Charging Funktion. Ich habe mit Tibber die Erfahrung gemacht, dass sich damit das Laden des E-Autos deutlich effektiveren lässt. Dazu gibt der Nutzer in der App einfach den Termin ein, zu welcher er das Fahrzeug wieder benötigt. Der Tibber Pulse sucht dann den günstigsten Zeitraum, um das Auto geladen pünktlich zur Verfügung zu stellen. Auch eine Wärmepumpe lässt sich auf diese Weise effizienter betreiben.
Zudem erkennt der Nutzer über die App, welche Geräte im Haushalt die größten Stromfresser sind. Diese Kenntnis ermöglicht es, die Nutzung so zu organisieren, dass die Kosten möglichst niedrig sind. Beispiele sind die Waschmaschine oder der Geschirrspüler, deren Betrieb auf eine günstige Zeit verschoben werden kann.
Problemlose Interaktion mit Smart-Home-Geräten
Die Kommunikation zwischen Tibber und den intelligenten Geräten im Haus (IoT) ist in vielen Fällen gegeben. Dies ermöglicht eine weitere Verbesserung der Effizienz. So lässt sich die smarte Beleuchtung so einstellen, dass sie in besonders teuren Stunden gedimmt wird. Zu den weiteren interessanten Nutzungsoptionen gehört das intelligente Management der Klimaanlage oder Heizung. Die Steuerung erfolgt über die Tibber-App oder die API-Schnittstelle.
Über die API-Schnittstelle den Stromverbrauch verwalten
Tibber gewährt allen Kunden einen Zugang zu den APIs. Sie ermöglichen die Integration eigener Programme, um die Tibber-Daten zu nutzen. Auf diese Weise ist die Schaffung einer Smart-Home-Plattform möglich, die zu einem effizienteren Stromverbrauch führt. Die Einbindung von Home Assistant ist ebenfalls kein Problem. Tibber API basiert auf GraphOL. Über die Schnittstelle kommen nicht nur Echtzeitdaten, sondern auch Prognosen über den Preis und den Verbrauch. Auch Historien lassen sich erstellen. Ferner stehen die Daten für den Bezug und die Einspeisung von Strom zur Verfügung. Dies ermöglicht eine genaue Energieverwaltung und einen optimierten Verbrauch. Zur API liefert Tibber eine leicht verständliche Dokumentation.
Geld sparen durch negative Preise
Theoretisch und praktisch können die Strompreise sogar negativ werden, indem die Strompreise an der Börse tatsächlich in den Minusbereich wandern. Immer wieder wird der Strom in Deutschland bei einer Überproduktion im Minusbereich gehandelt. In diesen Momenten erhält man tatsächlich Geld wenn man den Strom nutzt. Bei normalen Stromverträgen funktioniert dies natürlich nicht, da man immer einen festen Betrag zahlt, bei dynmaischen Anbieter wie bei Tibber funktioniert es aber tatsächlich. Praktisch: Die Tibber App meldet günstige und negative Strompreise, sodass man direkt seinen Stromverbrauch erhöhen kann. In solchen Momenten ist der Betrieb von Stromfressern, z.B. das Laden eines Elektroautos besonders clever, da man dadurch Geld verdient was in der Rechnung verrechnet wird. Auch Vorausplanen gelingt gut, da die Strompreise immer am Vortag veröffentlich werden.
Rechts ist die Tibber Pulse IR Anzeige in der App zu sehen. Unten erkennt man meinen Tagesverbrauch von 4,01 kWh und meine durch mein Balkonkraftwerk überschüssigen, nicht genutzten Strom. Die kurzzeitige Erhöhung zwischen 20:10 Uhr und 21:40 Uhr könnte möglicherweise mein Wasserkocher und das Herd gewesen sein. Schaut man Live auf die Anzeige während mein ein Gerät anschaltet, sieht man sofort den Anstieg und damit auch den Verbrauch des Geräts, was ich ziemlich cool finde.
Zuverlässigkeit der Abrechnung
Meine Tibber Erfahrung zeigt, dass die Datenübertragung meist gut funktioniert. Sollte es aber doch einmal ein technisches Problem geben, ist eine genaue Abrechnung nicht möglich. Tibber verwendet dann für die Stunden, in denen keine Daten vorliegen, das Standard-Lastprofil. Dadurch kann für einen kurzen Zeitraum der Strompreis im Vergleich zum tatsächlichen Verbrauch minimal abweichen. Die App zeigt genau an, für welchen Zeitraum keine Daten vorliegen.
Lohnt sich ein Verbrauchsmanagement mit Tibber?
Die Preisschwankungen an der Strombörse sind beachtlich. Die von Tibber angebotenen Preise pendeln durchschnittlich bestimmt zwischen 15 und gut 35 Cent pro Kilowattstunde. Diese Extreme lassen sich nicht jeden Tag registrieren, aber es zeigt, dass ein effizientes Management die Energiekosten deutlich reduzieren kann. Innerhalb von 24 Stunden zeigt Tibber nach meinen Erfahrungen immer Preisschwankungen an bei denen es sich lohnt den Stromverbauch gezielt zu steuern und z.B. die Waschmaschine zu einer günstigen Stunde zu nutzen. Insgesamt lohnt sich aus meiner Sicht ein effizientes Strommanagement auf jeden Fall.
Für wen lohnt sich Tibber?
Ideal ist das Angebot für jene, die gern ihre Kosten optimieren und über die notwendige Flexibilität verfügen. Sie ermöglicht es, den Stromverbrauch auf die Preisentwicklung abzustimmen. Die größten Einsparungen erreichen Menschen, die ein Elektroauto, eine Wärmepumpe oder andere Geräte mit einem hohen Energiebedarf besitzen. Wer bereit ist, seinen Stromverbrauch auf die günstigen Stunden zu verlegen, wird mit Tibber gute Erfahrungen machen.
Die größten Einsparungen erreichen Nutzer, in den Zeiten mit viel Wind oder Sonne. Dann sind die Strompreise meist besonders niedrig. Der größte Nutzen entsteht beim Laden des Elektroautos, weil Tibber Pulse automatisch die günstigste Zeit findet und so unnötige Kosten vermeidet.
Hier gibt es Verbesserungsbedarf
Wo viel Lob existiert, gibt es auch etwas zu verbessern. So gehört zu meiner Tibber Bewertung auch Kritik. Das Produkt ist komplex und was einen gewissen Erklärungsbedarf erfordert. Der Anbieter bieten für die Beantwortung der Fragen einen Chatbot an. Kann dieser nicht die gewünschte Antwort senden, benötigt der Kunde Geduld. Eine Reaktionszeit von mehreren Tagen ist leider keine Seltenheit.
Ein zweiter Punkt ist der Datenschutz, der nach der Entsperrung des Stromzählers nicht gegeben ist. Externe Personen haben nach der Eingabe des Codes ebenfalls Zugriff auf den Zähler. Es stellt sich die Frage, wie viele Menschen sich für den Stromverbrauch einer fremden Person interessieren. Zudem liegen auf dem Server von Tibber umfangreiche Daten, aus denen sich zahlreiche Rückschlüsse auf den Haushalt ziehen lassen.
Transparente Abrechnung
Die Rechnungen verfügen über eine übersichtliche Struktur. Tibber verlangt eine monatliche Grundgebühr. Ferner bezahlen Kunden den an der Strombörse ermittelten Preis. Einen Aufschlag berechnet der Anbieter nicht. Als Zuschläge kommen lediglich die gesetzlich vorgesehenen Abgaben hinzu, also Netz- und Zählergebühr, Stromsteuer, Offshore-Wind-Umlage, Konzessionsabgabe und weitere Umlagen. Alle Kosten sind einzeln und gut nachvollziehbar aufgeschlüsselt, was ihr folgend in meiner Stromrechnung einsehen könnt. Am Anfang direkt zusammengefasst: „143,43 kWh mit einem Durchschnittspreis von 20,85 ct/kWh“. Diesen Preis bekommt man zurzeit bei keinem anderen Stromanbieter ohne dynamischen Tarif.
Fazit – Meine Tibber Bewertung
Ich bin nach meinem Wechsel zu Tibber sehr zufrieden. Ich besitze ein Elektroauto und kann dank der Tibber-App die Ladezeiten auf die Zeit legen, in welcher der Strom besonders günstig ist. Der Anbieter liefert ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien, womit der Wechsel zu Tibber ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit ist. Im Sommer zeigt sich die größte Ersparnis, wenn viel Wind- und Solarenergie vorhanden sind. Im Winter ist der Strom tendenziell etwas teurer. Wie meine Rechnungen zeigen, lässt sich der Strompreis durch einen Wechsel zu Tibber über das Jahr spürbar senken.
Das innovative Konzept des norwegischen Stromanbieters geht für mich voll auf. Nutze jetzt die Gelegenheit auf einen 50-Euro-Bonus und sichere Dir über den Link dauerhaft günstige Energie.



Ich war ebenfalls Kunde bei Tibber und musste feststellen, das der Strompreis im ersten Monat genau nach Vertrag war. Aber dann „flexibel“ musste ich feststellen, das der Strom monatlich schleichend immer teurer wurde (bis 46 cnt/kWh) nun habe ich gekündigt und den Anbieter gewechselt. Der Hammer kam heute mit der Endabrechnung !193,53 € für eineinhalb Monat! (bisher 1. Monat= 78,43 €/ 2. Monat= 91,47 € / 3. Monat= 95,00 € / 4. Monat= 99,44 € / 5.- Mitte 6. Monat 193,53 € bei relativ gleichbleibenden Stromverbrauch/Monat und täglich den Zählerstand übertragen.
Fazit: Tibber flunkert dem Kunden den besten Strompreis (für Einkaufspreis) vor. Also Vorsicht Falle!!!